Bye bye US Tech, bye bye Microsoft 365! Ich stelle die IT meines Unternehmens auf europäische Open Source Lösungen um. Es fühlt sich richtig gut an – und war gar nicht so schwer.
Den Gedanken dazu hatte ich schon länger, im September 2025 kaufte ich für mein Unternehmen HZaborowski erste Lizenzen vom Schweizer B Corp Unternehmen Infomaniak, die mit ihrer kSuite ein europäisches Open Source Gegenangebot zu MS 365 anbieten. Tatsächlich habe ich dann aber doch etwas gezögert, weil die Hürden doch recht groß schienen und 365 im Alltag so bequem war. Aber der politische Wahnsinn der USA in den letzten Wochen hat mir jetzt Beine gemacht. Danke, Donald Trump 😉
Ich will nicht länger Teil eines Ökosystems sein, das auf Datenmonetarisierung, US-amerikanischer Rechtsprechung und globalen Konzernlogiken aufbaut. Außerdem haben wir (fast) alles auch in Europa. Und wir sollen doch unsere Wirtschaft ankurbeln, oder? Also, jetzt bekommen europäische Lösungen mein Geld. Das fühlt sich viel besser an.
Als absoluter Nicht-Techi (auch wenn wir als Personalberatung viele Tech Positionen besetzen), habe ich mich bisher nicht an Open Source Lösungen herangetraut. Aber mit dem Angebot von Infomaniak war mein Problem gelöst. Denn ich bekomme fast alles, was ich auch bei MS 365 habe, aus einer Hand. Nur ein Ersatz für OneNote fehlt. Aber das habe ich persönlich eh nie benutzt 😉
Wer trotz der Entwicklung in den USA unter Trump & Co. immer noch nicht genau versteht, warum ein Wechsel auf Open Source Lösungen dringend geboten ist und warum ich mich sehr gerne für Infomaniak entschieden habe, für den habe ich hier nochmal die wesentlichen Gründe:
1. Meine Daten bleiben meine Daten
Microsoft 365 speichert meine E-Mails, Dokumente und Kalender-Einträge — aber wer hat wirklich Zugriff darauf? Die Antwort ist unangenehm: US-Behörden können per CLOUD Act auf meine Daten zugreifen — auch ohne mein Wissen. Und Microsoft selbst nutzt Nutzerdaten für Werbung und Produktverbesserungen.
Bei Infomaniak? Nichts davon.
Alle Daten werden in der Schweiz gehostet — einem Land mit strengerem Datenschutz als die EU. Kein CLOUD Act. Keine Werbe-Tracking. Keine Profilbildung. Meine Daten sind privat — Punkt
2. Ich unterstütze Europa — nicht Silicon Valley
Ich will nicht, dass mein Geld in Konzerne fließt, die in Steueroasen Gewinne verstecken oder von US-Investoren gesteuert werden. Infomaniak ist anders:
→ Gegründet 1990 in Genf
→ Teilweise mitarbeitergeführt — kein Aktienmarkt-Druck
→ Keine ausländischen Investoren, keine Profitmaximierung um jeden Preis
→ Lokale Jobs, lokale Infrastruktur, lokale Energie
Mein Wechsel ist also auch ein politischer Akt: für digitale Souveränität, für europäische Technologie — für eine Cloud, die uns gehört.
3. Ökologie ist kein Marketing-Gag — sondern Kerngeschäft
Infomaniak betreibt seine Rechenzentren mit 100 % erneuerbarer Energie — und nutzt die Abwärme, um Wohnungen in Genf zu heizen. Das ist kein grüner Aufkleber — das ist echte Kreislaufwirtschaft.
Als Unternehmen, dem Nachhaltigkeit wichtig ist, will ich nicht, dass mein Cloud-Nutzung den Planeten belastet. Bei Infomaniak weiß ich: Meine E-Mails und Dateien werden mit sauberer Energie verarbeitet — und die Abwärme wärmt Häuser. Das ist Technologie, die Sinn macht.
4. Die Technik ist gut — und das ist das Schönste daran
Ich dachte, ich müsste bei einem Wechsel Abstriche machen. Aber nein:
→ Die E-Mail-Oberfläche ist sauber und schnell
→ kDrive funktioniert wie Google Drive — aber mit mehr Privatsphäre
→ kChat ist wie Slack — aber ohne Tracking
→ kMeet ist wie Zoom — aber ohne Datenleck-Risiko
Und alles ist in einer einzigen Suite integriert. Kein Wechsel zwischen Apps. Kein Passwort-Chaos. Keine Sicherheitslücken.
Ok, das liest sich alles ein wenig sehr werbelastig. Aber was soll ich machen? ich bin von der kSuite absolut überzeugt und dann mache ich doch gerne Werbung 🙂 Zumal dieses Angebot es gerade auch mittelständischen Unternehmen den Umstieg ziemlich leicht macht. Und da die meisten meiner Kunden Mittelständler sind, hoffe ich natürlich auf Nachahmer.
Wann stellst Du Deine IT um?
Herzlichen Gruß,
Henrik

