Zukunftsfähige PersonalstrategienIn meiner ersten Podcastfolge in 2026 machen wir gleich ein Fass auf 😉 Ich spreche mit Arina Zonner, HR-Expertin mit über 20 Jahren Berufserfahrung über zukunftsfähige Personalstrategien. Denn genauso heißt ihr Buch – und das Thema wird 2026 (und weiterer Zukunft) sehr relevant. Wenn Du lieber eine Zusammenfassung liest als den ganzen Podcast zu hören – dann bekommsts Du hier die Zusammenfassung 🙂

 

Zukunftsfähige Personalstrategien:

Arina und ich sprachen über:

🔹 **HR als strategischer Partner – nicht nur Feuerwehr**
Arina betont, dass HR oft erst dann hinzugezogen wird, wenn Probleme entstehen – etwa juristische Risiken oder Prozesslücken. Stattdessen müsse HR von Anfang an in strategische Entscheidungen eingebunden sein, um präventiv zu wirken. Dazu gehört auch, die Unternehmensentwicklung, Compliance und Risikomanagement zu verstehen – und mit Zahlen, Daten und ökonomischen Argumenten zu überzeugen.

🔹 **Personalabbau in Krisenzeiten – kurzfristig, aber teuer langfristig**
Statt sofort Personal abzubauen, um Kosten zu senken, rät Arina, erst andere Einsparpotenziale zu prüfen: IT-Redundanzen, überflüssige Abonnements, Digitalisierungslücken. Der Verlust von Wissen und die Reputation als Arbeitgeber sind oft teurer als der kurzfristige Kostenvorteil.

🔹 **Arbeitgebermarke – von innen nach außen, nicht umgekehrt**
Eine glaubwürdige Arbeitgebermarke entsteht aus dem Kern des Unternehmens – nicht aus Marketing-Slogans. Wenn die innere Kultur nicht stimmt, führt das zu hohen Fluktuationsraten. Arina empfiehlt, die Marke mit Mitarbeitenden zu entwickeln – pragmatisch, aber fundiert – und nicht mit aufwendigen, teuren Prozessen, die am Ende nur fünf Begriffe liefern.

🔹 **Performance Management – trennen und differenzieren**
Zielgespräche und Kompetenzgespräche müssen getrennt werden. Letztere sind langfristig ausgerichtet und helfen, Potenziale zu erkennen – auch wenn jemand im falschen Job ist. Führungskräfte müssen lernen, nicht nur Leistung zu bewerten, sondern auch Entwicklungspfade zu gestalten.

🔹 **Führungskräfte – systemisches Problem, nicht nur individuelle Schwäche**
Viele Führungskräfte sind operativ überlastet und können nicht führen. Arina plädiert dafür, systemische Ursachen zu analysieren – nicht nur einzelne „schlechte“ Chefs zu beschuldigen. Regelmäßige Feedbacks und Assessment-Center können helfen, Führungsqualitäten zu messen und gegebenenfalls zu korrigieren.

🔹 **Gehälter – realistisch, strategisch, langfristig denken**
2023 war die Gehaltskrise – heute ist die Stimmung gedämpfter. Arina rät: Statt auf „A-Level“-Talente zu setzen, die nicht bezahlbar sind, lieber B-Level einstellen und entwickeln. Langfristig ist das kostengünstiger und bindender – vor allem, wenn Mitarbeiter das Gesamtbild (Werte, Entwicklung, Kultur) sehen.

🔹 **Regulatorik – notwendig, aber überzogen?**
HR muss sich mit einer Vielzahl von Gesetzen auseinandersetzen – von Arbeitsrecht über Compliance bis zu Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Arina sieht Regulierung als notwendig – aber kritisiert den „Flickenteppich“ der EU-Umsetzung, der besonders in Deutschland zu übermäßiger Bürokratie führt und Dynamik hemmt.

🔹 **Digitalisierung & KI – nicht zur Personalreduktion, sondern zur strategischen Freisetzung**
Digitale Prozesse sollen repetitive Aufgaben automatisieren – nicht Personal abbauen. Stattdessen kann HR so Kapazitäten für strategische Themen wie Personalentwicklung oder Kultur gewinnen. KI muss ethisch und datenschutzkonform eingesetzt werden – und nicht nur „weil es geht“.

🔹 **Personalentwicklung & Organisationsentwicklung – Zukunftsthemen**
Arina plädiert für eine enge Verzahnung von Recruiting und PE: Statt „Mr. Perfect“ einzustellen, sollte man Potenzial mitbringen und entwickeln. Organisationen müssen sich strukturell neu denken – nicht blind Trends wie Agilität oder Holographie folgen. Expertenkarrieren und horizontale Entwicklungspfade gewinnen an Bedeutung.

 

Arinas’s Fazit: HR muss 2026 nicht mehr nur operativ, sondern strategisch, vernetzt und datengetrieben agieren – mit Mut, Selbstbewusstsein und ökonomischem Verständnis.

Oder wie sie es ausdrückte: „Mit geradem Rücken und starken Schultern in Diskussionen gehen – nicht nur mit Menschen, sondern auch mit Zahlen und ökonomischen Argumenten.“ Ihr Buch „Zukunftsfähige Personalstrategien“ findest Du natürlich bei allen gängigen Buchhändlern.

Und, was meinst Du? Gehst Du bei Arina’s Thesen mit? Oder siehst Du manches ganz anders? Dann lass uns gerne diskutieren.

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In meinem Hauptjob helfe ich Dir dabei, Deine unternehmenskritischen Positionen zu besetzen. Melde Dich gerne, wenn wir Dich hier unterstützen können.

Herzlichen Gruß,

Henrik

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