7 Thesen zum RecruitingAls ich mich Ende 2013 selbständig machte, um das Recruiting Mindset der Unternehmen zu ändern und ihnen zu helfen, selber im Recruiting besser zu werden, interessierte das niemanden. Stattdessen hörte ich immer nur von HR „besetz mir halt die offenen Stellen, Zaborowski“. Was ich auch gemacht habe. Das ist jetzt 5 1/2 Jahre her – und ich darf Ihnen sagen: Die Zeiten haben sich geändert. Aber nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch bei mir. Und es kommt noch einiges Neues. Interesse?

Recruiting Mindset – eigentlich ist alles ganz einfach!

Wie ich immer wieder betone, ist Recruiting eigentlich ganz einfach. Denn es ist „nur“ Kommunikation und Interaktion zwischen zwei oder mehreren Menschen. Aber wir alle wissen, dass Kommunikation eben gar nicht einfach ist. Sondern ein El Dorado für Mißverständnisse, (Fehl-)Interpretationen und tief in uns verankerten Vorurteile. Gleiches gilt für die Interaktion, sofern sie überhaupt zustande kommt. Denn eines der größten Dilemmata im Recruiting ist es ja, dass Interaktion zwischen Jobinteressenten / BewerberInnen und Recruiting / Fachbereichen viel zu selten stattfindet. Weil es schon bei der Kommunikation hakt. Und potentiell passende Bewerber/innen gar nicht erst eingeladen werden. Oder sich niemand bewirbt, weil die Stellenanzeige nur das übliche blabla („Wir sind …. „) enthält, der Job keine Story hat, kein Ansprechpartner genannt wird und der Bewerbungsprozess zu umständlich ist.

Das alles lässt sich ändern. Diese Änderungen bringen Ihnen dann zwar nicht gleich 100 mehr Bewerbungen, aber vielleicht 3-5 mehr von den wirklich interessierten und passenden BewerberInnen. Und die reichen ja schon, wenn Sie anschließend die Interaktion nicht verhauen ;-). Und wissen Sie, was das Tolle ist? Endlich ist bei vielen Personalabteilungen angekommen, dass sie nicht nur ihre Recruitingprozesse, sondern eben auch das Recruiting Mindeset im Unternehmen ändern müssen. Und zwar nicht nur bei sich, sondern auch und vor allem bei den Hiring Managern / Fachbereichen. Denn am Ende sind sie der Schlüssel zum Recruitingerfolg. Inzwischen trudeln regelmässig Anfragen für Vorträge von Unternehmen bei mir ein, zu genau dem Thema. Es bewegt sich was bei Deutschlands Arbeitgebern und jetzt werden Lösungen gesucht, die Veränderung in den Köpfen aller Recruitingbeteiligten anzustoßen. Und ich unterstütze da natürlich sehr gerne, schließlich ist das mein Herzensanliegen. Dafür habe ich u.a. einen kompletten Onlinekurs „Recruitingwissen für Hiring Manager“ erstellt. 2,5 Stunden kompakte Druckbetankung und mit für Fachbereiche wirklich relevante Informationen. Mehr dazu bei anderer Gelegenheit, aber wenn es Sie interessiert, können Sie hier natürlich gerne mal reinschauen.

Was ich in letzter Zeit sehr viel mache (und das ist übrigens auch ein Grund für meine sehr wenigen Blogbeiträge in diesem Jahr …) sind Vorträge auf unternehmensinternen Veranstaltungen wie Recruiting Workshops, World Cafés oder Führungskräftemmetings. Vorträge wie z. B. diesen hier bei Thimo Fries, Leiter Staffing bei der Bosch Rexroth AG, und seinem Team. Eigentlich war nur ein Workshop mit dem Recruitingteam geplant. Und dann hatte Thimo die großartige Idee, am Abend vorher schon ein kleines get together mit HR KollegInnen und Netzwerkkontakten zu organisieren und über meine „7 Thesen zum Recruiting der Zukunft“ zu diskutieren. Vorher gab es noch meinen Thesenanschlag an die Stadthalle Lohr. Auch Thimo´s Idee 😉 Nochmal vielen Dank Thimo, es war super!

7 Thesen zum Recruiting

 

Kamera und Ton liefen hands on mit. Wenn Sie mögen, schauen Sie mal rein.

 

(Recruiting) Mindset & Neuigkeiten für die zweite Jahreshälfte

Aber nicht nur bei den Arbeitgebern bewegt sich etwas, sondern auch bei mir, wie ich oben schon angedeutet habe. Und das hat auch etwas mit einer Mindset Änderung zu tun. Ich habe nämlich meine erste Mitarbeiterin eingestellt. Wobei das Wort eigentlich nicht passt. „Mitdenkerin“ und „Mitentwicklerin“ und „Mitumsetzerin“ passen viel besser als Begriffe für Menschen, die einen selbst und ein Unternehmen bereichern, oder? Rebekka Tezel, zuletzt drei Jahre als Talent Sourcerin bei Brose, verstärkt mich seit dem 1.7.2019. Und ich freue mich sehr darüber, dass sie den Sprung vom „großen Laden“ zur „Two WoMen Show“ gewagt hat!!! An dieser Stelle noch einmal herzlich Willkommen! Unseren ersten Kundentermin hatten wir auch schon.

Rebekka Tezel

Neben den laufenden Sourcing Projekten wird sie mich mit ihrer hohen Kommunikations- und Organisationskompetenz dabei unterstützen, meine weitere „Produktideen“ in die Tat umzusetzen. Wer Rebekka noch gar nicht kennt (unter den Sourcern eher unwahrscheinlich), kann sich hier einen kleinen Eindruck verschaffen.
Und ich freue mich auch sehr, dass ich selber inzwischen dafür bereit bin. Denn vor einem Jahr hätte ich mir noch nicht vorstellen können, MitarbeiterInnen zu haben. Aber Menschen entwickeln sich, nicht wahr? 😉 Das wird übrigens auch ein Thema meiner Abschluss Keynote bei den Social Recruiting Days 2019 in Berlin sein. Aber mehr verrate ich nicht.

Recruiting Mindset – bald auch zum Erleben

Was tut sich sonst noch? Wir werden in der zweiten Jahreshälfte mit der Vorstellung von Liza.Network bzw. Liza for Jobs auf Roadshow gehen. Das wird eine ganz besondere Erlebnisreise für alle Teilnehmer, das kann ich versprechen. Das Feedback von unserem ersten Pilotworkshop mit 20 PersonalerInnen war überragend, der erste richtige Kundenworkshop lief auch hervorragend. Jetzt werden wir das Konzept verstärkt in den Markt bringen.
Und mir schwebt noch eine kleine, feine Eventidee vor, in der es in erster Linie darum gehen soll, Fragen zu stellen und nicht einfache Antworten für komplexe Probleme zu geben. Die stimmen nämlich in der Regel selten. Aber das ist bisher nur in meinem Kopf. Mir fehlt die Zeit …
Also, ich hoffe, bis zum nächsten Blogartikel dauert es nicht wieder so lange. Podcast funktioniert im Moment etwas besser ;-). Aber den kennen Sie ja hoffentlich schon.
Ganz herzlichen Gruß und suchen Sie Schatten,
Ihr Henrik Zaborowski